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Soziometrische Aufstellung - ein wertvolles Workshop-Tool


In diesem Blogbeitrag werden wir die faszinierende Welt der "Aufstellungen", auch als "Soziometrie" bezeichnet, und ihre entscheidende Rolle im Prozess der Workshop-Moderation erkunden. Bei den Aufstellungen stellen Moderator:innen den Teilnehmer:innen eine Reihe sorgfältig ausgewählter Fragen, zu denen sich die Teilnehmer:innen im Raum physisch positionieren. Diese interaktive Übung gibt einen guten Einblick in individuelle Perspektiven.


Aufstellungen sind auch gut als Eisbrecher zu Beginn von Workshops oder Schulungen geeignet. Indem sie die Teilnehmer ermutigen, miteinander zu interagieren und Gemeinsamkeiten zu identifizieren, fördern sie den Teambildungsprozess und verbessern die Kommunikation erheblich. Der lebhafte Austausch von Ideen verleiht der Gruppe Energie und steigert oft die allgemeine Freude am Prozess für alle Beteiligten.


Sowohl Moderator:innen als auch Teilnehmer:innen profitieren von Aufstellungen, da sie wertvolles Feedback über den Hintergrund und das Kenntnisniveau jedes Gruppenmitglieds erhalten.


Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Aufstellung liegt in der sorgfältigen Auswahl relevanter Fragen und Themen. Beginnend mit persönlichen Themen, um das Eis zu brechen, kann die Übung später auf workshopbezogene Inhalte übergehen. Die Teilnehmer können sich je nach Art der Frage in Gruppen anordnen oder aufstellen, beispielsweise in Linien oder in den Ecken des Raums.


Hier sind einige Beispiele für potenzielle Aufstellungssthemen:

 

In Linien – Personen stellen sich auf einer Skala auf: Hierbei bilden die Teilnehmer:innen Linien, um sich auf einer Skala zu positionieren, zum Beispiel je nach ihren Jahren an Berufserfahrung, ihrer aktuellen Verfassung (z. B. Müdigkeit, Neugier, Motivation) oder ihrem Erfahrungslevel. Diese Übung ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Gruppe visuell darzustellen.


In Gruppen – Personen gruppieren sich: Bei dieser Übung werden die Teilnehmer:innen gebeten, sich in Gruppen zu organisieren, etwa je nach ihrem beruflichen Hintergrund, ihren Interessensgebieten und anderen relevanten Kategorien wie zum Beispiel der Anzahl der Mitarbeiter oder der Anzahl der Kinder, die sie haben. Dadurch lassen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Gruppe leicht erkennen.


Konzen­trisch – Personen positionieren sich relativ zu einem definierten Mittelpunkt: Hier werden die Teilnehmer:innen aufgefordert, sich im Verhältnis zu einem festgelegten Mittelpunkt zu positionieren. Die Themen können sein, wie vertraut sie mit einem bestimmten Thema sind, wie nah sie einem geplanten Ziel stehen oder sie stellen ihre Herkunft relative zu einem geographischen Punkt dar. Diese Übung ermöglicht es, unterschiedliche Grade der Verbindung zu einem zentralen Thema oder Ziel zu erkennen, oder zeigt die Zusammensetzung der Gruppe.


Ja / Nein - den Raum in zwei Hälften teilen: Bei dieser Übung wird der Raum in zwei Hälften geteilt, und die Teilnehmer:innen werden gebeten, sich je nach ihrer Zustimmung oder Ablehnung zu verschiedenen Aussagen zu positionieren. Dies erleichtert die Visualisierung der Meinungsverschiedenheiten oder Übereinstimmungen innerhalb der Gruppe zu bestimmten Themen.

 

Aufstellungen eigenen sich für verschiedene Zielgruppen und Workshopthemen, insbesondere wenn es um Gruppen geht, die sich zum ersten Mal treffen. Diese Übungen sind aber auch für Evaluationszwecke gleichermaßen wertvoll, beispielsweise um die Zufriedenheit nach einem Workshop zu bewerten.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einbindung von Aufstellungen in Workshops die Beteiligung der Teilnehmer:innen, die Kommunikation und die Gruppendynamik signifikant verbessern kann.


Übrigens lassen sich Aufstellungen auch leicht in Online Workshops umsetzten, indem zum Beispiel Fotos der Teilhnehmer:innen auf einem virtuellen Whiteboard verschoben und entsprechend platziert werden können.


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